Gürtel - BänderGürtel für Männer waren wohl meist aus Leder (har-har) und wurden mit sogenannten Gürtelhaken verschlossen.
Allerdings gibt es viele Funde aus Band- und Brettchengewebe, die darauf hindeuten, dass auch gewebte Gürtel verwendet wurden.
Prozentual überwiegen die Brettchengewebten Bänder.
Da sich auch Farbstoffe in Moorsäure zersetzen kann man nicht genau sagen, welche Muster es in der Eisenzeit gegeben hat, allerdings lässt sich vermuten, dass die Bänder eher mit simplen Techniken gewebt wurden und eher durch ein Abwechseln von Quadraten und Längstreifen ausgezeichnet waren.
Solche Bänder lassen sich auch als Säumverzierung anbringen.

(Gestell ist angelehnt an einen eisenzeitlichen Scherbock und wurde für Bandgewebe optimiert)
Mehr Informationen zum Weben gibt es unter:
Die Weberey
StickereienViel Funde gibt es nicht, allerdings lässt ein Fund der Südslovakei, der auf das ca. 3. Jhd.BC datiert wurde vermuten, dass sogenannte Trompetenmuster verwendet wurden.
Gestickt wurde mit den sogenannten Stielstich und Vorstich.
Geflochtene BänderAuch als Saumverzierung lassen sich geflochtene Bänder in "Finger Loop Braiding"-Technik anbringen, so wie am Kittel von Reepsholt.
UnterwäscheSehr heickel, da man bis jetzt keine Funde von keltischer oder germanischer Unterwäsche gefunden hat. Allerdings gibt es in einem Artikel von John Peter Wild (Quelle 3) eine Steinabbildung eines gallorömischen Arbeiters, der ein dreieckiges Tuch mit Gürtel trägt.
Es ist zu vermuten, das die Unterhosen aus Leinen waren und ähnlich wie Babywickel getragen wurden.
TaschenDa weder die Hosen, noch die Oberteile Taschen besassen, ist zu vermuten, dass man Beutel und Trage-/Hängetaschen verwendete. Leider ist mir hiervon kein Fund bekannt.
(siehe auch Handwerk => Leder)
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